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Der Gewöhnliche Schuppenwurz


Es ist eine eigenartige und die meiste Zeit verborgen Pflanze, der Gewöhnliche Schuppenwurz. Direkt nach der Schneeschmelze, sobald die Wirtsbäume in seinem Umfeld mit dem Wassertransport beginnen, treibt er in Windeseile am sonst kahlen Waldboden seine Blüten. Die sind rosa bis lila gefärbt, haben Traubenform und werden zwischen 10 und 30 cm hoch. Wenn seine Blüte vorbei ist, zeugt nichts mehr von seinem Dasein. Dabei ist dieser Schuppenwurz kein kleines Pflänzlein. Er bildet unter der Erde ein weitverzweigtes Rhizom, das über mehrere Meter reichen und ein Gewicht bis zu 5 kg erreichen kann. Diese Schmarotzerpflanze, die man zu den Vollschmarotzern zählt, ist fast chlorophyllfrei und bildet daher auch keine grünen Blätter aus. Auch Blutungssaftschmarotzer genannt, gehört er zur Familie der Sommerwurzgewächse und zur Ordnung Lippenblütlerartigen. Mit Saugorganen, die sich an seinem Rhizom befinden, zapft er seine Wirtspflanzen an und saugt ihren Saft. Die Pflanze ist mehrjährig und beginnt  mit der Blüte erst nach etwa 10 Jahren.

                           Gewöhnlicher Schuppenwurz        Gewöhnlicher Schuppenwurz        Gewöhnlicher Schuppenwurz 

Der Gewöhnliche Schuppenwurz ist am Nordharzrand häufiger anzutreffen, wenn man das frühe Frühjahr für einen Waldspaziergang nutzt. Als Wirtspflanze nutzt dieser Parasit vornehmlich Haseln, Weiden, Pappeln, Erlen und Buchen sowie auch andere heimische Laubbäume.


                                             
                      Gewöhnlicher Schuppenwurz     Gewöhnlicher Schuppenwurz     Gewöhnlicher Schuppenwurz





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Copyright Fotos, Text: Bernd Sternal